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31.03.2005 - NANOTECHNOLOGIE

"Laserdrucker" mit 240.000 dpi

(kso) Mit einem so genannten Femtosekundenlaser tragen sie hochpräzise Material ab. Gleichzeitig dazu bewegen sie computergesteuert das Werkstück. So entstehen Strukturen mit bis zu 240.000 Punkte pro Inch (DPI). Gedruckte Bilder sind auf der Hannover Messe (Halle 15, Stand F 34) zu sehen.

Ein neuartiges Verfahren zum "Schreiben" von nanometergroßen Strukturen haben Wissenschafter am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) entwickelt. Mit einem so genannten Femtosekundenlaser tragen sie hochpräzise Material ab. Gleichzeitig dazu bewegen sie computergesteuert das Werkstück. So entstehen Strukturen mit bis zu 240.000 Punkte pro Inch (DPI).

"Auf dem kleinsten Farbpunkt eines handelsüblichen Laserdruckers mit 600 DPI können mit dem neuen Verfahren noch 160.000 (400x400) Punkte gesetzt werden." sagt Jürgen Koch, Physiker und Mitarbeiter des LZH. "Die Punkte haben einen Abstand von ungefähr 100 nm - dies ist der zehntausendste Teil eines Millimeters."

  240.000 dpi Zeichnung - die Laser-
  technik bringt Niedersachsenross
  auf ein staubkorngroßen Puzzlet
Während das LZH im letzten Jahr zusammen mit dem Spin-off Unternehmen Micreon GmbH das kleinste Puzzle der Welt präsentierte, haben sich die Wissenschaftler in diesem Jahr noch gesteigert. Der Bruchteil eines 0,5 mm x 0,5 mm Puzzleteils wurde präzise mit dem Niedersachsenross beschriftet. Das Pferd ist gerade mal so groß wie der Durchmesser eines Haares.

Dieses neuartige Verfahren hat weit reichendes Potenzial für die Nanotechnologie. Zukünftig werden im täglichen Leben gezähmte Photonen eine immer größere Rolle spielen. Hierzu werden nanometergenaue Strukturen benötigt. Diese können schnell mit dem neuen Laserverfahren hergestellt werden. Ebenso kann mit dem neuen Verfahren die Herstellung und Reparatur der nächsten Generation von Lithographiemasken für die Computerchipherstellung vorangetrieben werden.


Mehr im Internet:

Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

 

 

 

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